DJK Abenberg – 1. FC Schwand 1:1 (0:0)
Beide Treffer fallen in der Nachspielzeit – Schwand lange mit dem Glück im Bunde und am Ende doch noch mit Pech
Ein äußerst intensives Auswärtsspiel erlebte der 1. FC Schwand bei Aufsteiger DJK Abenberg. Über weite Strecken bestimmten die Hausherren das Geschehen und erspielten sich zahlreiche Möglichkeiten. Schwand hielt mit großem Einsatz dagegen, ging in der Nachspielzeit sogar überraschend in Führung – musste mit der letzten Aktion der Partie aber noch den bitteren Ausgleich hinnehmen.
Die DJK stellte von Beginn an die Weichen auf Angriff und zeigte eindrucksvoll, warum mit dem Aufsteiger in dieser Saison zu rechnen sein dürfte. Mit viel Tempo und einem starken Offensivspiel setzte Abenberg die Schwander Defensive früh unter Druck.
Der FC machte sich das Leben in der Anfangsphase zusätzlich selbst schwer. Zu viele Ungenauigkeiten und Ballverluste im Spielaufbau ermöglichten den Hausherren immer wieder gefährliche Situationen. So kam Abenberg bereits in der ersten Halbzeit zu mehreren guten bis sehr guten Möglichkeiten, ließ diese jedoch ungenutzt.
Mitte des ersten Durchgangs konnte Schwand zumindest durch Standardsituationen für Gefahr sorgen. Mehrfach fehlten bei Hereingaben nur wenige Zentimeter, sodass daraus letztlich nur wenige klare Torabschlüsse entstanden. Mit einem für den FC durchaus glücklichen 0:0 ging es in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Abenberg nochmals den Druck. Die Führung der Hausherren schien nun nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Doch entweder fehlte den DJK-Angreifern die nötige Präzision im Abschluss oder Schwands überragender Torhüter Tobias Ramser war zur Stelle.
Die wohl stärkste Parade zeigte Ramser in der 52. Minute. Nach einem Kopfball aus nur rund fünf Metern reagierte der FC-Keeper sensationell und brachte tatsächlich noch die Hände an den Ball. Eine Parade, die seine Mannschaft im Spiel hielt.
Nachdem Abenberg weiterhin beste Möglichkeiten liegen ließ, bekam Schwand in der 65. Minute plötzlich die große Chance zur Führung. Leonardo Beringer spielte einen langen Ball auf Marco Engelmann, der sich im Zweikampf durchsetzte und alleine auf das Abenberger Tor zulief. Doch der Schiedsrichter-Assistent hob die Fahne wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung. Eine äußerst fragwürdige Entscheidung, denn die vorhandenen Bilder zeigen, dass Engelmann bei der Ballabgabe noch deutlich in der eigenen Hälfte stand und somit nicht im Abseits stehen konnte. Für den FC eine besonders bittere Szene, da sich daraus eine klare Torchance ergeben hätte.
In der Schlussphase warf Schwand noch einmal alles in die Waagschale. Die Mannschaft verteidigte leidenschaftlich und kämpfte aufopferungsvoll um den Auswärtspunkt. Dann überschlugen sich in der Nachspielzeit die Ereignisse.
In der 92. Minute erkämpfte sich Felix Weiher an der Mittellinie gegen den letzten Abenberger Verteidiger den Ball und war anschließend nicht mehr aufzuhalten. Weiher lief alleine auf den Torhüter zu, umspielte diesen souverän und schob zum umjubelten 1:0 für Schwand ins leere Tor ein. Eine starke Einzelleistung, die den FC plötzlich ganz nah an einen kaum noch für möglich gehaltenen Auswärtssieg brachte.
Doch die Partie war noch nicht beendet. Mit der letzten Aktion schlug Abenberg noch einmal zurück. Jonas Bayerlein fasste sich aus gut 25 Metern ein Herz und jagte den Ball mit einem sehenswerten Sonntagsschuss unhaltbar in den rechten Winkel. Das 1:1 war gleichzeitig der Schlusspunkt einer dramatischen Partie.
So musste sich der 1. FC Schwand nach einer über weite Strecken defensiv geprägten Begegnung mit einem Punkt zufriedengeben. Angesichts der zahlreichen Abenberger Chancen kann der FC mit dem Remis sicherlich leben, aufgrund der Führung in der Nachspielzeit fühlte sich das Ergebnis unmittelbar nach dem Abpfiff dennoch wie ein verlorener Sieg an.
Am kommenden Sonntag empfängt der 1. FC Schwand um 15 Uhr den SV Wettelsheim.
